obiges Bild zeigt nur einen Teil der bestehenden Windkraftanlagen bei Diemelsee-Adorf !

Neuer Termin für Sitzung des Haupt- und Planungsausschusses der Regionalversammlung ist für den 29.08.2016 geplant.

Trotz mehr als 32.000 Einwendungen von Seiten der betroffenen Bürgerschaft soll der Regionalplan im Herbst 2016 durch die Regionalversammlung in Kassel beschlossen werden. Sitzungstermine des  Haupt- und Planungsausschusses, auf dem die vorgesehenen Windvorrangflächen für Nordhessen vorgestellt werden sollten, wurden mehrfach verschoben. Ein neuer Termin für die nächste Sitzung des HPA wurde jetzt festgelegt für den 29.08.2016 um 10.00 Uhr in Kassel im Hermann-Schafft-Haus. In dieser Sitzung sollen u.a. die Ergebnisse des Avifaunakonzepts vorgestellt werden. Die Sitzung ist öffentlich.  Es gab erhebliche Probleme im Hinblick auf eine sachgerechte Berücksichtigung naturschutzfachlicher Tatbestände, zahlreiche Gebiete wurden bisher nicht nach dem Avifaunakonzept der Oberen Naturschutzbehörde beurteilt. Man rechnet damit dass mindestens 2000 Hektar aus Naturschutzgründen aus der bisherigen Planung  (ca. 18.000 Hektar) herausgenommen werden müssen.  Auch der Unmut in der Bevölkerung im Hinblick auf die nicht ausreichende Berücksichtigung der Einwendungen durch Kommunen, Naturschutzverbände und Privatpersonen hat erheblich zugenommen und wird in den Medien thematisiert.

 

Für die Region Diemelsee/ Willingen/ Korbach  bedeutet ein Beschluß des Regionalplans, in der vorliegenden Form, ein Desaster.    Hunderte von Windkraftanlagen stehen jetzt schon in unserer Region.  Dieser Plan schafft die Voraussetzungen für weitere Anlagen im   Naturpark Diemelsee und der Ferienregion Willingen/Diemelsee.   Die Region wird rücksichtslos überlastet,

Landschafts- und Naturschutz werden den Interessen der Wiesbadener Windkraftlobby endgültig geopfert.  Die betroffenen Kommunen Diemelsee, Willingen und Korbach haben sich in Ihren Stellungnahmen eindeutig gegen weitere Windräder im Naturpark Diemelsee ausgesprochen.  Originäre Aufgabe der Regionalversammlung ist es die Interessen der Kommunen in dem Planungsprozess zu wahren.  Man muß befürchten dass der erklärte Wille der Kommunen nicht mehr beachtet wird und sich gegen die Partei- und Lobbyinteressen hier nicht mehr durchsetzen kann. 

 

Werden die Parteien in der Regionalversammlung (Grüne, CDU, SPD, freie Wähler, FDP)  einem Regionalplan zustimmen der unsere Region gnadenlos überlastet ??

 

Wird die Regionalversammlung ihrer originären Aufgabe überhaupt noch gerecht ?

 

 

 

 

Das Maß ist voll 

 

71 Windkraftanlagen in Diemelsee sind genug !

 

Regionalversammlung beschließt trotzdem zusätzliche Windvorrangflächen für die zweite Offenlegung des Regionalplans:

KB_080 "Hohe Rade" -->   287 Hektar im Naturpark Diemelsee

 

 

In der Gemeinde Diemelsee stehen bereits jetzt  71 Windkraftanlagen (WKA),

das sind ca. 7 % aller Anlagen in Hessen, 20% aller Anlagen des Regierungsbezirks Kassel und mehr als 50% aller WKA's im Landkreis Waldeck Frankenberg  --  in einer Gemeinde !

Wir produzieren damit bereits jetzt 6x so viel Strom, wie wir verbrauchen. 

 

Dabei muß man aber auch die  Belastung für die gesamte Region in den Blick nehmen, dies scheint im Rahmen der Regionalplanung überhaupt kein Kriterium zu sein:  im Umland der Gemeinde Diemelsee (Bad Arolsen, Diemelstadt, Marsberg, Brilon und Korbach) sind  deutlich mehr als hundert Anlagen entstanden, bzw. in Planung.  Es zeichnet sich ab dass der gesamte Nordteil des Landkreises unverhältnismäßig stark mit Windkraftanlagen belastet werden soll  (mehr als 6% der Fläche !). 

Der vorgelegte Entwurf des Regionalplans würde eine durchgehende Windindustriezone ermöglichen - von Willingen bis Wolfhagen, von Waldeck bis Diemelstadt.  Im bisherigen Feriengebiet Nordwaldeck würde man dem Anblick der Windräder nicht mehr entkommen -  wollen wir das wirklich ?

  Wer ist dafür verantwortlich ?

 

Wir setzen uns dafür ein, angesichts des Übermaßes von Anlagen im Umfeld

und der Bedeutung des Naturparks für Naturschutz und naturnahen Tourismus, diesen von Windkraftanlagen frei zu halten.

Mehr als 3000 Bürger haben sich im Rahmen zweier Unterschriftenaktionen gegen weitere Windkraftanalgen im Naturpark Diemelsee ausgesprochen.

 

Deshalb ist der Vorschlag der Regionalplanung im Naturpark Diemelsee

287 Hektar Windvorrangfläche neu auszuweisen ein schwerer Schlag für

die Ferienregion Diemelsee/ Willingen.  Der Naturpark Diemelsee wurde 1965 grenzüberschreitend gegründet und feierte 2015 sein 50 jähriges Jubiläum (http://www.waldecker-land.de/region/naturpark-diemelsee.html).

 

Weiteres Ungemach droht auch noch von westfälischer Seite.  Die Bezirksregierung in Arnsberg plant mehrere hundert neue Windräder an der Grenze zu Hessen, teilweise auch gegen den Willen der betroffenen Städte und Gemeinden.

Die am grenzübergreifenden Naturpark Diemelsee beteiligten Gemeinden Brilon und Marsberg sind besonders betroffen.  Damit spitzt sich die Lage in der Grenzregion Hessen / NRW weiter zu. 

 

Im Bereich des Ortsteils Vaßbeck der Gemeinde Diemelsee steht zu befürchten dass durch die Vorhaben auf westfälischer Seite eine vollständige, unzumutbare Umzingelung mit Windkraftanlagen entsteht. Dabei werden die für Hessen geltenden Regelungen die vor Umzingelung schützen sollen wohl länderübergreifend nicht angewendet.  Wenn das wirklich so kommen sollte wäre das ein unglaublicher Skandal  !!

 

Wir fordern Überlastungsschutz für die Menschen die hier leben, unsere heimischen Tiere und unsere schützenswerte Landschaft !!

 

Wir brauchen jetzt Unterstützung durch die politisch Verantwortlichen auf Kreis- und Landesebene.    Setzen Sie sich bitte für den Erhalt unserer heimischen Kultur- und Naturlandschaft und den Schutz der Bevölkerung vor Überlastung und Umzingelung durch Windkraftanlagen ein !

Auf kommunaler Ebene hat man die Problematik für die Region längst erkannt.

Die Gemeindevertretungen in Diemelsee und Willingen, bzw. die Stadtverordnetenversammlung in Korbach haben die vorliegende Planung  abgelehnt.   Gemeinsam wurde ein Rechtsanwaltsbüro beauftragt die ablehnenden Stellungnahmen zum vorliegenden Entwurf des Regionalplans

zu formulieren bzw. die Möglichkeiten einer späteren Klage zu prüfen.  Der Naturpark Diemelsee, die Fremdenverkehrsverbände und der Naturschutz (NABU) lehnen die Planungen ebfs. strikt ab.

 

Leider erfährt man von Seiten des Landkreises Waldeck-Frankenberg nicht ausreichend Unterstützung.  Der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf  (Grüne)  setzt die Energiewende ohne Rücksicht auf die örtlichen Belange, ganz im Sinne der schwarz/grünen Landesregierung,  um.   Dass dabei auch der Naturschutz unter die Räder kommt spielt auch keine Rolle mehr.  

Alles im Interesse eines angeblich riesigen Geschäfts,  noch dazu eines schlechten Geschäfts:    von den 10 Windkraftanlagen die in Diemelsee 2012 am Martenberg errichtet wurden gehören 6 Anlagen den Stadtwerken Hannover.  Dem Geschäftsbericht der Betreibergesellschaft ist zu entnehmen dass allein diese Anlagen im Geschäftsjahr 2014 mehr als 1 Million Euro Verlust eingefahren haben.  Im Jahr 2015, einem vergleichsweise sehr guten Windjahr, betrug der Verlust dieser 6 Anlagen immer noch 560.000,- Euro.  Es ist abzusehen, dass diese Anlagen für die Investoren auch in Zukunft hochrote Zahlen produzieren werden.  Von Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde ganz zu schweigen. Unsere Landschaft wurde durch den Bau dieser Anlagen, (es waren die sechzigste bis siebzigste Anlage in unserer Gemeinde !) übermäßig belastet und jetzt machen diese Anlagen nachweislich auch noch Millionenverluste.   Was muß denn noch passieren bis man hier endlich zur Vernunft kommt ?!

 

 

Unsere Bürgerintiative hat sich deshalb der hessenweiten Plattform Landesverband Vernunftkraft Hessen e.V.  angeschlossen.   Hier haben sich mehr als fünfzig hessische Bürgerinitiativen zusammengeschlossen um ihrem Anliegen auf Landesebene Gehör zu verschaffen.    Mensch, Natur und Landschaft drohen angesichts des ungebremsten Ausbaus der Windkraft völlig unter die (Wind-) Räder zu kommen.      

Das Schlimmste muß jetzt verhindert werden,    es ist 5 vor 12  !!

Startseite

 

 

www.vernunftkraft-hessen.de

 

Grundsatzpapier Vernunftkraft
Positionspapier Vernunftkraft Juli 2014
Adobe Acrobat Dokument 824.5 KB

Regionalplanung sieht hohes "naturschutzfachliches Konfliktpotential" und "grenzübergreifende Bedeutung als Tourismusschwerpunkt" in Diemelsee

Stand der Planung

Die für die Gemeinde Diemelsee derzeit geplanten Windvorrangflächen finden sich im Entwurf des Teilregionalplans Energie: 

KB_022 ist das Gebiet im Naturpark Diemelsee bei Rhenegge, dieses Gebiet wird an der 2. Offenlegung des Regionalplans nicht mehr teilnehmen. Die Planungsbehörde hat dieses Gebiet aufgrund des hohen "naturschutzfachlichen Konfliktpotentials" und der grenzübergreifenden Bedeutung als Tourismusschwerpunkt" aus dem Entwurf herausgenommen.

KB_019 a,bc sind die Gebiete zwischen Adorf, Wirmighausen und Vasbeck.

Neu hinzukommen soll das Gebiet KB_080 "Hohen Rade" im Grenzgebiet Diemelsee/Korbach (Flechtdorf/Benkhausen/Schweinsbühl).

 

Bis zum 27. Mai 2013 hatte man Gelegenheit  Anregungen bzw. Bedenken gegen diese Planungen im Rahmen der ersten Offenlegung, dem Regierungspräsidium mitzuteilen.  Die Bürgerinitiative und zahlreiche besorgte Einwohner Diemelsee's habe ihre Stellungnahmen abgegeben. Die Gemeinde Diemelsee hat in ihrer Stellungnahme die für Diemelsee zusätzlich vorgesehenen Flächen allesamt abgelehnt.   Insgesamt haben Bürgerinnen und Bürger, aber auch Verbände und Kommunen 15.000 Einwendungen im Rahmen der ersten Offenlegung des Regionalplans vorgebracht.  Diese Einwendungen wurden in die Planung eingearbeitet,  das Ergebnis mündet in die zweite Offenlegung des Regionalplans.  Die Regionalversammlung hat am 17.11.2014 die Gebietskulisse der Windvorrangflächen im Regierungsbezirk Kassel für die 2. Offenlegung des Teilregionalplans Energie festgelegt.  Mit Beginn der zweiten Offenlegung,  im Frühjahr diesen Jahres, konnten dann erneut Stellungnahmen abgegeben werden.

Bild

 

Die erneute Beteiligung zu den sich ändernden Inhalten des Teilregionalplanes fand vom 16.03.2015 bis zum 29.05.2015 statt.  Insgesamt sind etwa 32.000  Stellungnahmen abgegeben worden !    Das sind mehr als doppelt so viele Einwendungen wie bei der ersten Offenlegung und dokumentiert in welch' beispiellosem Ausmaß die Regionalplanung auf den Widerspruch der betroffenen Bevölkerung trifft.  Die Gemeinden Diemelsee, Korbach und Willingen sahen sich genötigt eigens ein Rechtsanwaltsbüro aus Bonn zu beauftragen die ablehnenden Stellungnahmen der Kommunen  zu formulieren.  

 

Nach der vereinbarten Zeit- und Arbeitsplanung ist mit einer Beschlussfassung zum Entwurf des Teilregionalplans voraussichtlich im Sommer  2016 zu rechnen.

Kritiker sind überzeugt dass es auf jeden Fall zu einer gerichtlichen Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Verfahrens kommen wird.

Das Planungsverfahren kann man getrost jetzt schon als gescheitert ansehen.

Die Planer beim Regierungspräsidium in Kassel hierfür verantwortlich zu machen ist allerdings zu kurz gesprungen.  Die eigentlich Verantwortlichen sitzen in Wiesbaden.  Die derzeitige schwarz/grüne Landesregierung plant eine Verfünffachung der Anzahl von Windkraftanlagen in Hessen, von bisher ca. 800 soll die Zahl auf  4000 Anlagen steigen.    Das ist Irrsinn -  in Kassel soll man diesen  jetzt in Form eines Regionalplans  umsetzen,    keine leichte Aufgabe.

 

 

 

Angesichts von 71 Windkraftanalgen in Diemelsee trifft hier jedes weitere Windrad auf Widerstand !

 

 

Mit Beschluß vom 26.04.2013 hat sich die Gemeindevertretung der Gemeinde Diemelsee mehrheitlich gegen die Ausweisung von Windvorrangflächen im Naturpark Diemelsee ausgesprochen.

Darüberhinaus wird auch die Ausweisung weiterer, im Entwurf des

Regionalplans enthaltener Flächen (KB 019a,b und c) abgelehnt.

 

Unser Dank gilt den Gemeindevertretern aus den beteiligten Fraktionen (SPD, CDU und FWG), dem Gemeindevorstand und Herrn Bürgermeister Becker,  die diesen für Diemelsee so wichtigen Beschluß ermöglicht haben !

 

Die Beschlüsse auf kommunaler Ebene werden durch die Regionalplanung und die hessische Landesregierung nicht berücksichtigt.    Die betroffenen Kommunen haben rechtliche Schritte gegen diese Vorgehensweise angekündigt.

 

Wenn über die Ausweisung von weiteren Windvorrangflächen durch die Regionalplanung beim RP in Kassel, gegen den Willen des Gemeindeparlaments erreicht werden soll, dass die Gemeinde Diemelsee die meisten Windkraftanlagen in Hessen zu ertragen hat, greift dies in unverhältnismäßiger Weise in die Planungshoheit der Gemeinde Diemelsee ein und verletzt damit unser Selbstverwaltungsrecht. Die kommunale Planungshoheit ist Teil der verfassungsrechtlich gesicherten Selbstverwaltungsgarantie der Gemeinden und soll sicher stellen, dass die planungsrechtlichen Entscheidungen orts- und bürgernah getroffen werden.  Das Übermaßverbot, das jeglicher Planung zu Grunde liegen sollte wird ebenfalls eindeutig mißachtet.

So schafft man die nötige Akzeptanz für die Energiewende sicher nicht !

 

 

Winterlandschaft im Naturpark Diemelsee

14.09.2013: Demonstration gegen ungezügelten Windkraftausbau in Hessen vor dem Landtag in Wiesbaden

Impressionen aus dem Naturpark Diemelsee ohne Windkraftanlagen

Obige Bilder sind im Naturpark Diemelsee im Bereich des Rhenegger Nordfeldes entstanden. Dieses Gebiet wird in den Planungsunterlagen mit der Kennung KB 022 geführt. 


Die Fläche liegt abseits und reizvoll, mit vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaftselementen im Naturpark Diemelsee. Sie dient der stillen, naturnahen Erholung. Durch das Gebiet führt der zertifizierte Diemelsteig von Heringhausen am Diemelsee zum Besucherbergwerk Grube Christiane.

 

Der  Haupt- und Planungsausschuß der Regionalversammlung hat in seiner Sitzung am 06.11.2014 beschlossen  das Gebiet (KB_022) nicht mehr weiter zu verfolgen.   Dafür sind wir sehr dankbar !

 


Hier finden Sie einen kleinen Film, der Ihnen einen Eindruck vermittelt von unserem Landschaftsbild in Diemelsee 

-  ohne und mit Windkraftanlagen.  Hier Doppelklick:

http://www.youtube.com/watch?v=UMvXjiIngjI&feature=youtu.be

 

Artikel aus dem Eder-Diemel-Tipp vom 30.03.2013
Artikel aus dem Eder-Diemel-Tipp vom 30.03.2013

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